Traumafachberatung und Traumapädgogik

Das Wissen, dass Menschen manchmal schlimme Ereignisse passieren, ist alt.

Durch die Folgen der  (Welt-)Kriege kam es zu den ersten Versuchen einer systematischen Beschreibung, der „typischen“ Reaktionen, die Menschen zeigen, nachdem sie ein Trauma erlebt hatten. Während des Zweiten Weltkrieges wurden dann auch die Folgen thematisiert, die Traumata für Kinder und Jugendliche haben können.

Doch es kann auch im Alltag kritische Ereignisse geben, wie zum Beispiel Autounfälle oder ein Überfall, welche Fragen und traumatische Belastungen auslösen können. Jegliche Reaktion auf ein traumatisches Ereignis ist zunächst als eine normale Reaktion auf ein anormales Ereignis zu interpretieren.

Dabei sind drei Fragen zentral: Was ist überhaupt ein Trauma?

Welche Folgen können auftreten und kann ich daran arbeiten, wenn es mich belastet?

 
Was ist ein Trauma?

Unter einem Trauma versteht man nach der derzeit gängigen Definition der WHO ein Erlebnis, bei dem der Betroffene während des Ereignisses intensiv Angst oder Schrecken, manchmal auch Horrorgefühle oder große Hilflosigkeit erlebt haben. Wenn die betroffenen Personen körperlichen Schaden erleiden mussten, oder grundsätzlich die körperliche oder seelische Gesundheit und Unversehrtheit bedroht sind, können sich die Gefühle extrem steigern.  

Mit diesen Erlebnissen sind solche gemeint, die nicht typischerweise in den normalen Alltag oder die normalen Erfahrungsbereiche eines Menschen fallen, sondern zum Beispiel Unfälle, Vergewaltigung, Überfälle, Kriegsgeschehen, Kindesmisshandlung oder sexueller Missbrauch.  

 

Welche Folgen können auftreten?

Eine der häufigsten psychischen Störungen nach einer Traumatisierung ist die sogenannte Posttraumatische Belastungsstörung. Weitere häufige Folgeprobleme sind Depressionen, Angststörungen, Essstörungen und somatoforme Störungen. Manche Betroffene versuchen, ihre Symptome durch Konsum von Alkohol oder Drogen abzumildern, was zu Abhängigkeitsproblemen führen kann.

 

Wie arbeite ich?

Traumatisierte Menschen wagen häufig nicht, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Dahinter steckt oft die Sorge, nicht ernst genommen zu werden, nicht glaubwürdig zu erscheinen oder für verrückt erklärt zu werden. Aus dem Wunsch heraus, möglichst normal zu funktionieren, werden die mit den traumatischen Ereignissen verbundenen Sorgen und Nöte oft jahrelang verschwiegen. Viele Patienten befürchten außerdem, dass eine Auseinandersetzung mit dem Trauma ihren Zustand verschlimmern könnte. Diese Befürchtung ist glücklicherweise unbegründet. Es konnte im Gegenteil gezeigt werden, dass die aktive Auseinandersetzung mit der Traumaerinnerung den Teufelskreis der Vermeidung durchbricht und zu einer deutlichen Verbesserung führen kann.

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